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5 Jahre «Gemeinsam in Laupen»:
Sprache als Schlüssel zur Integration

Seit fünf Jahren ermöglicht der Verein Gemeinsam in Laupen GiL Menschen mit Migra-tionshintergrund den Zugang zur deutschen Sprache. Was 2021 mit ersten Sprachkur-sen begann, hat sich zu einem vielfältigen Angebot entwickelt – getragen von engagier-ten Kursleitenden. Einige von ihnen berichten hier über ihre Erfahrungen.

Dezember 2025

Gründung in herausfordernden Zeiten

Der Verein GiL wurde im Oktober 2020 gegründet. Das Ziel: Fremdsprachigen Personen in Laupen und Umgebung sollen einfach und kostengünstig die deutsche Sprache erlernen kön-nen. Trotz Corona-bedingter Verzögerung starteten im Frühjahr 2021 erste Kurse. Heute bietet GiL Sprach- und Konversationskurse sowie Mutter-Kind-Deutschtreffen (MuKi-Treff) an.

Den Start in Kindergarten und Schule erleichtern

Einige MuKi-Treff-Leiterinnen sind seit Beginn dabei. Sie kennen die Herausforderung, wenn ein fremdsprachiges Kind eingeschult wird. So auch die ehemalige Kindergärtnerin Irene Tschannen: «Mit dem MuKi-Treff können wir diese Situation verbessern. Nach jedem Treff spü-re ich Vertrauen und Dankbarkeit der Mütter.» Die frühere Laupener Lehrerin Pia Witschi: «Ich bin stets gespannt, wie der Morgen verlaufen wird. Und jedes Mal komme ich mit neuer Moti-vation für den nächsten Treff nach Hause.» Ursula Otth hatte bereits früher mit Migrantinnen gearbeitet: «Ich will den Kindern den Schuleinstieg erleichtern. Sehr bereichernd finde ich den Austausch mit den Frauen über ihre Kultur und ihre Herausforderungen hier bei uns.»

Spracherwerb, kultureller Austausch, Bindeglied zur Bevölkerung

Das Gemeinschaftsgefühl und die lockere Atmosphäre in ihrem Konversationskurs sind für die pensionierte Sprachlehrerin Elisabeth Jacobi das grosse Plus: «Wir sitzen um den Tisch – oh-ne Wandtafel oder Lehrmittel. Denn wichtiger als Grammatik ist die Bereitschaft zu reden.» Fachlehrerin Christine Messer, passionierte Sprachlehrerin bei GiL: «Bereichernd finde ich, Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund zu begegnen, und gleichzeitig ein Binde-glied zur lokalen Bevölkerung zu sein.» Eine besondere Geschichte ist die von Husam Kelzi. Er kam 2016 aus Syrien in die Schweiz, lernte erst Französisch, dann Deutsch, und ist heute selber bei GiL als Sprachlehrer tätig: «Ich möchte meine eigene Erfahrung weitergeben, damit die Kursteilnehmenden auf ihrem Weg dieselbe Motivation und Freude finden wie ich. Sprache ist und bleibt der wichtigste Schlüssel zur Gesellschaft».

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Mit Begeisterung setzen die Kursleitenden 2026 ihre Arbeit fort. In wöchentlichen Kursen ver-mitteln sie Sprachkenntnisse von A1 bis B2. Beim MuKi-Treff wird jeden Donnerstag gebastelt, gespielt und über Alltägliches gesprochen – Deutsch lernen geschieht dabei ganz nebenbei.

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